Ein Beagle geht in den Zoo

Wuff! Frauli kommt gar nicht hinterher beim Aufschreiben unserer Abenteuer. Es hat gedauert, aber endlich hatte sie Zeit, euch von unserem Besuch im Tiergarten Rosegg im August zu berichten.

Als Frauli und Herrli in der Früh den Rucksack gepackt haben, wusste ich natürlich gleich, dass heute wieder ein Ausflug ansteht. Fraulis grüner Wanderrucksack ist nämlich nicht zu übersehen. Und dann gehts immer los mit Jause richten, Ersatzgewand einpacken, Wasser einpacken und nicht zu vergessen Leckerli.

Es war auch der erste Zoobesuch für Prinzessin Sockenlos. Das war für uns beide ein aufregender Tag. Frauli mein Prinzessin hat es sehr gut gefallen. Für mich war es ein richtiges Schnüffelfest: unglaublich viele tolle neue Gerüche.

Angefangen hat es schon einmal damit, dass ich natürlich super brav beim Eintritt war. Herrli und Lena brauchen für den Tiergarten nämlich ein Ticket. Kleine Kinder und Vierbeiner dürfen gratis hinein.

Der erste Teil des Tiergartens ist ein Streichelzoo. Hier dürfen die Kinder (ja okay auch die Erwachsenen) die Tiere füttern. Hier gibt es Ziegen, Esel, Enten, Alpakas, Schafe und Känguruhs. Zwei große Gehege mit Wild und für einen Beagle natürlich besonders spannend die Hasen und Meerschweinchen. Muss ich extra erwähnen, dass ich besonders brav war und nicht versucht habe sie zu jagen. Nicht einmal angebellt hab ich sie. Besonders fein ist, dass die Tiere dort an Hunde gewöhnt sind und ein neugieriger Beagle dann auch schon das eine oder andere Tierchen beschnuppern kann.

In der Früh war noch relativ wenig los im Zoo. Hat aber nicht lange gedauert bis viele andere Leute und auch viele Hunde unterwegs waren. Zugegeben, für Frauli war es glaub ich etwas anstrengend da ich halt mit so vielen Gerüchen in der Nase an der Leine eher nicht der bravste war. Also „Bei Fuß“ gehen wollt ich an dem Tag nicht. Aber Lena war sehr stolz, dass ich mich den anderen Hunden gegenüber meistens super brav neutral verhalten habe. Naja, als Beagle gehöre ich zu den Jagdhunden und hundertausend neue spannende Fährten sind zu bevorzugen. Und fremde Menschen sind mir dann sowieso egal.

Der zweite Teil des Tiergartens ist auch spannend. Es gibt dort freilaufende Steinböcke und Sikahirsche. Frauli hat keinen davon gesehen aber meine superfeine Nase hat mir verraten, dass sie da sind. Es gibt dann noch einige Gehege in denen sich verschiedenste Tiere tummeln. Lena war traurig, weil sie den Goldschakal noch nie gesehen hat. Bei so vielen Leuten runderhum, hätte ich mich aber vermutlich auch in meinem Bau versteckt.

Bei den Straußen gab es Küken und die Straußenmutter war so überhaupt nicht einverstanden damit, dass ich bei ihrem Gehege herum schnüffeln wollte. Frauli hat mich dann auf die andere Seite des Weges genommen aber Frau Strauß ist am Zaun entlang mitgelaufen, hat mit den Flügeln gewachelt und sich groß aufgepudelt. Dabei waren mir ihre Küken schnurzpiepegal. Das hat sie wohl nicht verstanden.

Mein kleines Herrli hat so ein komisches großes Katzenbaby spannend gefunden. Luchs oder so. Und nicht nur er, da war eine richtige Menschentraube die so nah wie möglich an das Gehege wollte um das Luchs Junge zu beglotzen. Die Zooleute haben sogar extra noch einmal eine Holzabsperrung aufgestellt damit die BesucherInnen nicht zu Nah zum Zaun gehen. Zugegeben, das Fellknäuel war schon irgendwie putzig.

Es war halt wirklich ein sehr spannender Tag an dem ich kaum zur Ruhe gekommen bin. Auch bei der Jause wollt ich nicht auf meiner Decke liegen bleiben sondern weiter erkunden. Wirklich Pause hatte meine Lena da nicht zwischen auf mich aufpassen, alle zu füttern und Prinzessin Sockenlos davon abhalten vom Picknicktisch zu fallen weil sie ständig herumkrabbeln wollte. Aber mal ehrlich, das kleine Mädel ist die ganze Zeit bei Herrli in der Buckelkraxen gesessen. Irgendwann muss man sich auch wieder bewegen.

Und zum Schluss, wollte mein kleines Herrli natürlich noch Zeit am Spielplatz verbringen. Lena ist dann auf einer Bank sitzen geblieben mit der kleinen Prinzessin und er ist herum gewuselt. Da war ich dann ausnahmsweise wieder etwas braver und hab Platz gemacht. Ich sag euch, gefühlt waren da tausend lachende und weinende Kinder am Spielplatz. Das ist nichts für schwache Nerven.

Als wir mit allem fertig waren, ist es dann aber doch noch zu einer blöden Situation gekommen. Der Ausgang ist nämlich so ein komischen Metalldrehdingsbums. Und sowas habe ich vorher noch nie gesehen. Gequietscht hat das auch furchtbar grässlich. Da wollte ich auf keinen Fall durchgehen! Aber Lena hat mich kurzerhand hochgehoben und durchgetragen. Lustig war das nicht für mich. Sowas brauche ich echt nicht (nochmal).

So ein Tag im Zoo ist ganz schön anstrengend!

Avatar von Lena

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