Ihr Lieben, ich habe meine erste große Reise gemacht. Gemeinsam mit Oma, Opa und Fraulis Schwester sind wir von 26. bis 30 Mai in Frankreich gewesen. Also Frauli und ich. Herrli, das kleine Herrli und unsere Prinzessin Sockenlos sind daheim geblieben.
Ich sags euch, das war sehr, sehr aufregend! Erstmal konnte ich ja vorab nicht wissen was los ist. Natürlich habe ich mitbekommen wie Frauli Sachen eingepackt hat. Da hat die ganze Aufregung begonnen. Dann ging es erst einmal nach Oberösterreich aber es war nur Opa da. Am nächsten Tag musste ich ganz früh aufstehen und Gassi gehen. Danach ging es mit Opas Auto los. Und das war eine sehr lange Fahrt. Opa und Frauli haben alle paar Stunden eine Pause gemacht. Jedesmal waren wir irgendwo anders. Lena ist dann mit mir immer ein Stück herum spaziert, ich habe Wasser getrunken, Frauli und Opa haben gejausnet, dann ging es weiter.
Nach einer gefühlten Ewigkeit sind wir dann endlich angekommen. Natürlich hatte ich keine Ahnung das wir in Nancy sind. Lena hat gesagt wir sind durch Deutschland gefahren, haben den Rhein überquert und dann waren wir in Frankreich. Als Erstes sind wir ins Hotel gegangen. Ich habe vorher noch nie eine automatische Schiebetür gesehen und mich beim ersten Durchgehen gefürchtet. Fremde Gerüche, fremdes Haus, fremde Menschen die eine fremde Sprache sprechen. Dann musste ich auch noch Lift fahren. War ich froh, als wir im Zimmer waren. Dort war es immerhin ruhig. Frauli hat mir meine Decke und Wasser hingestellt.
Das Hotel ist eigentliche eine Seniorenresidenz die einen Teil der Zimmer an Touristen vermietet. Die Seniorinnen und Senioren haben sich sehr über mich gefreut. So ziemlich jeder wollte mich streicheln.
Der erste Spaziergang war aufregend! Unser Hotel liegt direkt neben dem Hauptkanal von Nancy, dem Departement Meurthe. Auf beiden Seiten gibt es direkt am Wasser Spazierwege. Dort sind ganz schön viele Leute unterwegs. Und soviel zu schnüffeln! Schwäne, andere Hunde, Gänse und natürlich habe ich ganz viele Sachen gerochen die Frauli nicht gesehen hat. Sie kann halt leider mit der Nase nicht so viel wahrnehmen wie ich. Obwohl es noch heiß war konnten wir dort zum Glück im Schatten eine Runde gehen. Das war nach der langen Fahrt auch wirklich notwendig. Lena hat es auch gut getan gemütlich am Wasser entlang zu spazieren.
Zurück beim Hotel sind dann auch Oma und Fraulis Schwester, Tante Tina, gekommen. Frauli, Tante Tina und ich haben in einem Apartment gewohnt, Oma und Opa in einem anderen. In der ersten Nacht habe ich im Bad in meiner Box geschlafen weil ich unruhig war in der fremden Umgebung. Außerdem hat Frauli die Balkontür offen gelassen damit es abkühlen kann im Zimmer. Ich bin immer zwischen Fraulis Bett und Balkon hin und hergelaufen und konnte vor Aufregung nicht zur Ruhe kommen. Also hat Lena mir die Box in den ruhigsten Raum gestellt. Leider hat es in der ersten Nacht trotzdem kaum abgekühlt.
In der früh sind wir dann wieder am Kanal entlang spazieren gegangen. Frauli hat einen Reiher entdeckt der sich von uns überhaupt nicht stören ließ. Er ist auf seinem Pfosten sitzen geblieben als wir vorbei spaziert sind.
Zum Frühstück sind wir dann zu fünft in die Stadt spaziert und haben uns bei einem Café einen Tisch gesucht. Mein erster Besuch im Kaffehaus! Sozusagen. Das war was. Die Tische waren auf beide Straßenseiten verteilt. An den Tischen gegenüber ist ein Kurzhaar-Dackel gesessen. Den hätte ich sehr gern begrüßt und er mich. Er hat immer wieder gewinselt und versucht zu mir herüber zu kommen. Sein Herrli hat ihn allerdings nicht gelassen. Ich glaube wir hätten uns gut verstanden. Lena hat mir mein Decki hingelegt und ich habe von dort aus alles beobachtet. Frankreich ist sehr hundefreundlich und gefühlt ist alle zwei Minuten ein Hund an mir vorbei spaziert. Aber ich bin ganz brav auf meinem Decki geblieben, auch wenn das eine schwierige Übung war. Meine Familie hat auf alle Fälle viel gelacht beim Frühstück. Danach sind wir weiter durch die Stadt gezogen. Wir sind durch den Parc de la Pepiniere spaziert, über den Place Stanislas geschlendert und an der Kirche Saint-Sebastian vorbei gegangen. In die Kirchen dürfen Hunde nicht hinein also haben Lena und ich draußen gewartet. Entlang eines anderen Kanals weitergangen und so viel anders angesehen. Ich habe mir nicht alle Namen gemerkt die Frauli und meine Familie so aufgezählt haben.
Am späteren Vormittag waren wir zurück im Hotel. Es war viel zu heiß draußen. Leider hat die Klimanlage im Zimmer nicht funktioniert. Das war sehr anstrengend für mich. Frauli ist dann ziemlich lange mit mir unten in der Lobby gesessen. Dort hat die Klima funktioniert und ich konnte mich abkühlen. Damit mir nicht fad wird hat Lena mit mir Pfote geben gelernt. Zwischendurch waren wir kurz draußen. Frauli hat mich immer ein Stück getragen bis zur Wiese damit ich nicht über den viel zu heißen Asphalt laufe.
Die zweite Nacht durfte ich neben Fraulis Bett schlafen. Es hat zum Glück auch besser abgekühlt aber Lena hat trotzdem nicht so gut geschlafen. Sie verträgt heiße Nächte nicht sehr gut.
Am Freitag haben wir nach unserer Morgenrunde am Kanal unsere Sachen wieder ins Auto gepackt. Opa und Frauli haben was von Tetris spielen gescherzt. Keine Ahnung was das heißt, aber neben meiner Box war dann doch ziemlich viel Zeug nachdem ja Oma und Tante Tina jetzt auch mit dabei waren. Zuerst sind Lena, Oma und Tante Tina noch in einem Supermarkt gewesen, danach sind wir ein Stück über die Landstraße gefahren.
Beim nächsten Stopp waren wir in Saverne. Das ist eine kleine Stadt im Elsass. Die Leute dort sprechen eine witzige Sprache. Irgendwie Deutsch und irgendwie auch nicht. Wir sind ein Stück durch die Stadt spaziert und haben uns dann wieder bei einem Café hingesetzt. Das war direkt an der Hauptstraße wo natürlich sehr viele Menschen und Hunde bei uns vorbeigangen sind. Bei so viel Trubel ruhig sitzen oder liegen bleiben ist wirklich nicht einfach. Auch am Freitag war es leider sehr heiß und zum Glück ist Lena mit mir dann bald zurück zum Kanal in einen begrünten Bereich. Dort war es auch heiß aber zum Aushalten bis die anderen mit ihrem Stadtspaziergang fertig waren.
Und dann kam die lange Fahrt zurück nach Traun. Dort haben wir noch eine Nacht bei Oma und Opa geschlafen bevor Lena mit mir zurück nach Hause gefahren ist.
Ich sags euch: die Franzosen lieben Beagle! Frauli wurde mehrmals auf mich angesprochen. Ob ich gestreichelt werden darf (die älteren Damen und Herren im Hotel waren super lieb zu mir), wo man einen Hund wie mich bekommt und einmal wurde sie sogar gefragt ob sie mich verkauft! Aber mein Frauli gibt mich eh nicht her.























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